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"Mensch-Tier-Natur"

Juni 2010 - "Wir tragen schwarz, solange das Öl fließt!"


Im Golf von Mexiko droht eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten. Stan Minasian, Experte der Ozean-Gesellschaft in San Francisco:

„Das ist ein Desaster jenseits jeden Ausmaßes,
das ich je erlebt habe.“


Mit dieser Aktion möchten wir ein Zeichen setzen! Dieses Zeichen soll unsere Verzweiflung und Trauer über diese verheerende Mitweltkatastrophe sichtbar machen und als Mahnung gelten. Als Mahnung dafür, dass unser vernichtender Umgang mit Mensch, Tier und Natur ein Ende haben muss.

Tragt jeden Tag eine schwarze Schleife,
solange das Öl fließt.


Ihr könnt sie am Handgelenk, am Finger, am Knöchel, um den Hals - überall dort, wo man sie gut sieht - tragen.

Außerdem könnt ihr zusätzlich eine schwarze Schleife an der Antenne eures Autos, am Fahrrad, am Rucksack usw. befestigen.

Seid kreativ!

Wenn es zur Fußballweltmeisterschaft so viele Menschen schaffen - nur für ein Spiel - Fahnen überall sichtbar zu machen, dann wird es uns erst recht gelingen, eine Welle in SCHWARZ um die Erde zu schicken.

Bitte helft alle, diese Aktion zu verbreiten und macht mit!!!

Eine Gemeinschaftsaktion von:

SCHÜLER FÜR TIERE
Bildungsinitiative ACHTUNG MITWELT
Initiative SCHULE UND TIERSCHUTZ

19. Juni 2010 - Der Preis der schwarzen Schleife -
ein Kommentar von Pfarrer Harald Rohr


Eine schwarze Schleife soll ich an meiner Kleidung, meiner Auto-Antenne, an meinem Rucksack oder sonstwo befestigen. Sie soll dort bleiben, solange im Golf von Mexiko weiter das Öl aus dem offenen Bohrloch strömt und der Meeres-Tierwelt den Tod bringt. Es sind Schülerinnen und Schüler einer Jugend-Tierschutz-Gruppe, die diese Idee im Juni 2010 elektronisch verbreiten. Ich kennen niemanden aus der Gruppe, weiß nicht einmal, wo in Deutschland sie Hause ist. Aber ich werde ihrem Wunsch entsprechen. Denn dies Desaster sucht wirklich seinesgleichen unter den von Menschen gemachten Katastrophen. Doch für mich noch wichtiger: wir Alten haben die Pflicht, der jungen Generation den Rücken zu stärken, wenn sie aktiv wird, um der gepeinigten Schöpfung zu Hilfe zu eilen.

Wohin mit meiner Schleife?
Ich überlege noch. Der Grundton meiner Kleidung ist schwarz. Da fehlt der Kontrast. Auto? Das läge wahrlich nahe. Aber ich habe keins. Schon seit vielen Jahren nicht mehr, trotz Reiseberuf. Mein Rucksack ist schwarz wie die Nacht. Schwarze Schleife am Handgelenk? Ich weiß nicht! Also ist wohl mein Fahrrad dran. Das kommt reichlich unter die Leute. Und vielleicht fragt ja mal jemand, was das soll.

Mir bleiben bedrückende Fragen. Sie wenden sich weniger an die jungen Leute, sondern an uns alle, die globale Gesellschaft der Erdöl-Junkies. „..solange das Öl fließt“ soll ich die Schleife tragen? Wenn es nun in den Wochen und Monaten des Sommers und Herbstes 2010 irgendwann gelingen sollte, das nach strömende Öl zu stoppen, ist dann Entwarnung? Das Leiden und Sterben der Lebensgemeinschaft von Golf und Küsten wird über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte andauern. Das wissen wir doch.

Vor allem: für Erwachsene gibt es die schwarze Protest-Schleife nicht zum Nulltarif. Junge Leute haben das Recht, zunächst einmal gegen den erkannten Frevel nur zu protestieren. Aber wer Ursachen und Wirkungen im Leben, in diesem Fall im Wirtschafts- und Verbraucherleben ausreichend kennen gelernt hat, wird sich nicht mit der ökologischen Trauerschleife begnügen dürfen.

Schließlich akzeptieren Konzerne und Regierungen die Horror-Risiken der Offshore-Ölförderung, weil sie Lebensstil und Ansprüche des zahlungskräftigen Teils der Menschheit kennen. Wir gehören dazu, selbst unsere Armen. Von unserer Luxus-Mobilität bis zur banalen Wegwerf-Verpackung zehntausender Produkte: das meiste Wichtige, Nützliche, Bequeme, Überflüssige, Ungerechte, Schädliche hat mit Öl zu tun.

Wenn ich mir die schwarze Schleife ans Fahrrad binde, muss ich notgedrungen meinen eigenen Öl-Alltag abermals überprüfen.

von Harald Rohr

"Artikeldienst Brot für die Welt"

Herchenbach - Stiftung und Volksbank
unterstützen "Achtung Mitwelt"

 


Bei der Scheckübergabe vor der Volksbank auf dem Stadtsoldatenplatz (v.l.n.r.) Mike Schätzer, Regina Kowalzick, Anna und Jürgen Herchenbach sowie Thorsten Peters.
Foto: Müller


Hennefer Extrablatt vom 10. April 2010

Hennef (am). Die vor drei Jahren begründete Herchenbach-Stiftung sieht im Schwerpunkt ihrer Förderungen die Wissenschaft, die Entwicklungshilfe und den Tierschutz.
"Da wir kinderlos geblieben sind, ist die Stiftung unser Erbe", so Anna und Jürgen Herchenbach bei einer Spendenübergabe in der Hennefer Volksbankfiliale am Stadtsoldatenplatz. Das Allner Ehepaar engagiert sich schon lange ehrenamtlich im Tierschutz. Dabei geht es ihnen vor allem darum, dass das Thema "Mensch-Tier-Natur" endlich umfassend in schulische Lehrpläne integriert wird. Es muss frühestmöglich die Kinder und Jugendlichen erreichen und von Pädagogen vermittelt werden, die diese große globale Problematik verstehen und an deren Lösung mitarbeiten wollen.

"Es kann nicht sein", so Anna Herchenbach, "dass es solche Fortbildungen schon in der Schweiz und in Österreich gibt, nur bei uns in Deutschland nicht". Sie wurde aber fündig in der von Regina Kowalzick in Bergisch Gladbach mit gegründeten "ACHTUNG MITWELT". Diese Bildungsinitiative spricht, in Kooperation mit dem Verein "Schüler für Tiere", Pädagogen aber auch alle anderen an, die diese wichtige Thematik Kindern und Jugendlichen weiter vermitteln möchten. Ende diesen Monats beginnt bereits das erste Einführungsseminar. Weitere Informationen sind der Homepage der Initiative zu entnehmen (www.achtung-mitwelt.de).
In den Bereichen, in denen die Herchenbach-Stiftung ihre Schwerpunkte setzt, sind auch übereinstimmend für Regionaldirektor Thorsten Peters und Mike Schätzer von der Volksbank Rhein-Sieg Bildungsangebote und der nachhaltige Schutz von Mensch, Tier und Umwelt von besonderer Bedeutung. Deshalb übergaben Volksbank und Herchenbach-Stiftung in Gemeinsamkeit der Initiative ACHTUNG MITWELT einen Scheck über 3000 Euro. Beide in der Hoffnung, dass der durch die Initiative auch in Deutschland gesetzte Anfang für die Aufnahme von "Mensch-Tier-Natur" in den Lehrplänen eine gute weitere Entwicklung nimmt.

Weitere Informationen unter www.schueler-fuer-tiere.de link xy
www.schule-und-tierschutz.de link xy

Kooperation mit
sft

bne





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