Aktuelles
Buchvorstellung: Pädagogik mit Tieren
Wir freuen uns sehr, dass in diesem neuen Buch unsere drei Projekte vorgestellt werden.
Darüber hinaus ist das erfolgreiche Theaterstück der Schüler für Tiere "DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT" abgedruckt.
Praxisfelder der tiergestützten Pädagogik
Inge Strunz (Hrsg.)
Eine Sammlung von Erfahrungsberichten und wissenschaflichen Studien.
Inhaltsverzeichnis des Buches als pdf
Und hier mehr Informationen zum Buch
und weitere Seminare bei Pä-TI (Pädagogik mit Tieren):
Einfach Buchtitel anklicken...
21.-23. Oktober 2011 -
Teilnahme an der Bundestagung ANU 2011
Das Thema lautete:
Umweltbildung als Akteur der Ernährungswende "Ernährungswende jetzt!"
Hier einige Informationen zu dieser sehr wichtigen Tagung:
„Ernährungswende“ wird immer offensichtlicher.Ernährungsbildung wird zum Motor einer
Ernährungswende. Sie ist ein wichtiger Baustein im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Mit diesem Projekt stellt die ANU den Schwerpunkt „Ernährung“ der UN-Dekade für das Jahr 2012 in
den Mittelpunkt ihrer Bundestagung in Altenkirchen.
Zukunftsmusik
Ein nachhaltiger Ernährungsstil mit deutlich weniger Fleisch, mehr saisonalen, vegetarischen
Produkten aus der Region und ökologischem Anbau sowie zu angemessenen Preisen ermöglicht gesundes
Essen für Alle.
Fachliche Orientierung
Die bundesweite Tagung wird Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Umweltbildung und
Bildung für nachhaltige Entwicklung, Fachberaterinnen und Fachberatern sowie Vertreterinnen
und Vertretern aus Verbänden und Politik fachliche Orientierung zu Ernährungsthemen bieten.
Nach dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ werden zukunftsweisende Handlungsansätze und
ihre Einbettung in eine Bildung für nachhaltige Entwicklung angeboten.
Ernährung und Armut
Weltweit werden mehr Lebensmittel produziert als benötigt. Zugleich verdirbt ein Drittel der
Nahrungsmittel oder gelangt ungegessen in den Müll. Das Millenniumsziel, die Zahl der Hungernden
und untergewichtigen Kleinkinder bis 2015 zu halbieren, ist gescheitert.
Warum?
Ernährung hat viel mit Klima zu tun. Die Ernährung ist weltweit mit rund 30 Prozent an den
Treibhausgasen beteiligt. Neben dem Sektor Wohnen ist sie damit zweitgrößter Verursacher der
Klimazerstörung.
Und hier mehr Informationen zur ANU (Umweltbildung):
Einfach Logo anklicken...
An der Bundestagung 2011 der ANU (Verband der Umweltzentren in Deutschland und der Einzelpersonen,
die sich mit Umweltbildung beschäftigen), die am 21./22./23. Oktober in Altenkirchen/Westerwald
stattfand, nahmen Regina Kowalzick von der Bildungsinitiative Achtung Mitwelt
und 2 Teilnehmer
der Fortbildungsreihe zum Mitweltlehrer teil.
(Anna Herchenbach & Melanie Konja)
Erfreulich sowie vorbildhaft ist es,dass es sich bei den während der Tagung angebotenen
Mahlzeiten um vegetarisches/veganes Essen gehandelt hat.
05.-07. August 2011 -
Teilnahme am Seminar "Basiswissen Tierschutz/Tierrecht"
Der Verein Tierfreunde Rheinland e. V. veranstaltete in der Region Köln vom 05.08.2011 bis
07.08.2011 ein Wochenendseminar zum Thema „Basiswissen Tierschutz /Tierrecht“. Regina Kowalzick
von der Bildungsinitiative ACHTUNG MITWELT/SCHÜLER FÜR TIERE e.V. nahm an diesem von Robert
Derbeck (Tierschutzverein Noris e.V.) hervorragend geleiteten und durchgeführten Seminar teil.
Das im Seminar vermittelte Wissen soll engagierten Tierschützern und Tierfreunden helfen Verstöße
im Tierschutz kompetent und effektiv anzugehen, alle verfügbaren rechtlichen Mittel auszuschöpfen
und bestehendes Recht durchzusetzen. Im Seminar wurden eine Vielzahl von Themen behandelt, die
aktive Tierschützer im Tierschutz häufig tangieren.
Viele Tierschützer handeln bei erkennbaren Delikten verständlicherweise emotional und aus dem
tierschützerischen Gedanken heraus. Doch Behörden und Juristen sprechen meist eine andere
Sprache und kein Gesetz ist so auslegungsfähig wie das Tierschutzgesetz.
Manchmal bringen sich daher engagierte Tierfreunde mit leichtfertigen Aktionen sogar noch
selbst in Schwierigkeiten und werden durch unüberlegte Handlungsweisen zur Zielscheibe von Angriffen.
Will man als Tierschützer einem Vorgang anzeigen, weil erkennbar einem Tier ohne vernünftigen
Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden, so ist man oft verunsichert, ob die
gewählte Vorgehensweise denn auch richtig sei.
Muss ich unterscheiden können, ob es sich bei dem Vergehen um einen Verstoß gegen das Tierschutz-,
dem Artenschutz-, dem
Jagd-, dem Naturschutzgesetz oder gar einem anderen tangierenden Gesetz handelt?
Ist ein Vergehen gegen das Tierschutzgesetz eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat und wie
unterscheidet sich dieses?
Benötige ich einen Rechtsanwalt?
An welcher Behörde richte ich eine Anzeige und wie ist diese zu formulieren?
Bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Amtsveterinär?
Können mir selbst durch Erstatten einer Anzeige Kosten entstehen?
Welche Vollmachten besitzen Polizei, die Feuerwehr, ein Amtsveterinär im Hinblick auf den Tierschutz?
Was kann ich tun wenn die Behörde trotz ersichtlichen Gesetzesverstoßes untätig bleibt oder meine
Anzeige abschlägig behandelt wird?
Was ist der Unterschied zwischen einer Fach-, einer Dienstaufsichtsbeschwerde und einer Petition?
Was versteht man unter einer Gegenvorstellung?
Wie ist der korrekte behördliche Weg bei einem Fundtier?
Muss der Finder eines verletzten Tieres für eventuelle Behandlungskosten selbst aufkommen?
Wie ist der Status eines herrenlosen Tieres?

Robert Derbeck

Robert Derbeck & Regina Kowalzick

Die weiteren Teilnehmer

Die weiteren Teilnehmer
Und hier mehr Informationen zum Tierschutzverein Noris e.V.:
www.tsv-noris.selzer-web.de/
Mai 2011 -
Erstmals in Deutschland: 26 Mitweltpädagoginnen und -pädagogen erfolgreich ausgezeichnet!
Zum ersten Mal erhielten 26 TeilnehmerInnen aus ganz Deutschland ein Zertifikat,
das sie als „Mitweltpädagogen“ ausweist.
(4 TeilnehmerInnen fehlen auf dem Bild)
Die Seminare, veranstaltet von der Bildungsinitiative Achtung Mitwelt in Kooperation
mit Schüler für Tiere e.V., sollen dazu beitragen, dass über ausgebildete Mitweltpädagogen
Tierschutz- und Mitweltthemen verstärkt in die Schulen und Jugendarbeit getragen werden.
Themen der Seminare:
Mensch-Tier-Beziehung
Der mündige Verbraucher
Mensch und Natur – Die Rolle des Menschen im Netzwerk des Lebens
Die Auswirkungen unser Lebens- und Ernährungsgewohnheiten auf unsere Mitwelt und uns selbst.
In den schulischen Richtlinien und Lehrplänen spielt das Thema MITWELT leider noch eine
eher untergeordnete Rolle, obwohl eine intensive Behandlung der Thematik in einer Gesellschaft,
in der nicht nur die Gewalt gegen Tiere, sondern auch die Gewalt gegen Menschen zunimmt,
dringend erforderlich wäre.
Der achtungsvolle Umgang der nachfolgenden Generation miteinander und mit der Mitwelt ist
eine wichtige Voraussetzung zur zukunftsfähigen Entwicklung unserer Gesellschaft und dieser Erde.
Menschliches Verhalten hat Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Menschen, Tieren, Pflanzen
und natürliche Lebensräume. Aus diesem Grund sollten junge Menschen früh lernen, Zusammenhänge
zu erkennen, sich in der Welt zurecht zu finden und verantwortlich zu handeln.
März 2011 - Buchtipp "von der Jagd und den Jägern"
Dr. Karl-Heinz Loske
Dr. Loske war Referent beim 4. Seminar. Hier Informationen zu seinem Buch:
Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Jagd ab. Trotzdem schießen die Jäger immer mehr Tiere.
In seinem Buch »Von der Jagd und den Jägern« stellt der Biologe Dr. Karl-Heinz Loske den Mythen
der Jäger ökologische Tatsachen gegenüber. Sie belegen, dass die Hobbyjagd keine ökologische
Berechtigung hat. Jäger wollen töten, obwohl sie es nicht müssen. Warum? Jäger haben ihre
innere Verbindung zur Natur verloren und sind auf der Suche nach sich selbst. Für den Autor
ist die blutige Hobbyjagd eine pseudolustgesteuerte, kulturell konditionierte, seelische
Krankheit, die sich aus der Überbetonung des Männlichen speist und das Tier zur Sache degradiert.
Ausführlich werden die Motivationen der Jäger beleuchtet.(...)
Preis: 16,80 Euro
Quelle:
www.zwangsbejagung-ade.de
Oktober 2010 - Buchtipp von Regina Kowalzick
Initiative SCHULE UND TIERSCHUTZ
Liebe Freunde der Tiere,
endlich ist es so weit! Das aktuelle Buch von Dr. H. Focke
(Verfasser des Buches TIERSCHUTZ in Deutschland - ETIKETTENSCHWINDEL?!) ist auf dem Markt.
Warum ich dieses Buch für absolut empfehlenswert erachte:
Tiere werden in Tierfabriken, brutal und qualvoll zusammengepfercht,
degradiert zu reinen Produktionseinheiten. Dass diese Tiere nicht jämmerlich an
ansteckenden Krankheiten zugrunde gehen, verdanken die Tiermäster dem massenhaften
Einsatz von Antibiotika. Die verheerenden Folgen dieses verantwortungslosen
Gebrauchs von Antibiotika für Mensch, Tier und Umwelt beschreibt Dr. H. Focke
in seinem neuen Buch.Wer dieses sehr beeindruckende, kritische und informative
Buch gelesen hat, der kann sich nur immer wieder die Frage stellen, wann endlich
wacht der Mensch auf und lebt im Einklang mit der Natur anstatt sie (und sich) zu zerstören?
Dr. Hermann Focke
DIE NATUR SCHLÄGT ZURÜCK
Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung und Auswirkungen auf Mensch,
Tier und Umwelt
ISBN 978-3-86805-766-9
14,80 €
Klappentext:
Niemand hat bisher derart authentisch und kompetent über Massentierhaltung und deren
katastrophalen Folgen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt berichtet.
Der Tierarzt und langjährige Veterinäramts-Leiter in der Region mit der größten
Tierdichte Europas beschreibt anhand zahlreicher Fakten und Daten, wohin zügelloser
Antibiotikaeinsatz bei der agrarindustrieellen Nutztierhaltung führt: zu Resistenzen.
Das heißt: Die bisher wichtigsten Medikamente gegen bakterielle Infektionskrankheiten
verlieren immer mehr an Wirksamkeit. Der Infektionsdruck sowohl in der Veterinär- als
auch in der Humanmedizin steigt weiter an und wird zu einer in vielen Fällen nicht mehr
zu beherrschenden Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier. Zahlreiche wissenschaftliche
Untersuchungen belegen den ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Vorkommen resistenter
Keime beim Menschen und den Lebensmittel liefernden Nutztieren. Die von Focke dargestellte
Problematik geht uns alle an und nur gemeinsam kann den aufgezeigten Bedrohungen
entgegengetreten werden.
Zitat Dr. Focke:
„Wir alle haben es in der Hand!
Es gibt keinen Erkenntnismangel, es gibt ein Handlungsdefizit.
Wir haben die Wahl zwischen Apokalypse und Frieden mit der Natur.
Frieden mit der Natur bedeutet auch Frieden mit uns selbst.“
Bitte leitet diese Buchempfehlung weiter. Vielen Dank!
Herzliche Grüße
Regina Kowalzick
Initiative SCHULE UND TIERSCHUTZ
Bildungsinitiative ACHTUNG MITWELT
Juli 2010 - Ein großer Artikel in Zeitschrift "Schulzeit"
Ein weiterer wichtiger Meilenstein für unsere Initiativen SCHULE UND TIERSCHUTZ,
SCHÜLER FÜR TIERE e.V. sowie Bildungsinitiative ACHTUNG MITWELT:
Thema TIERSCHUTZ in Schulen ist "Soziales Lernen"!
Wir freuen uns sehr, dass in der aktuellen Zeitschrift SCHULZEIT, ein Magazin für
Eltern in NRW, herausgegeben vom Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, mit
einer Auflage von über 2 Millionen Exemplaren!! ein Bericht über uns erschienen ist -
und zwar unter dem großen Thema SOZIALES LERNEN:
SCHÜLER ZEIGEN EIN HERZ FÜR TIERE - Das Gymnasium Köln-Rodenkirchen unterstützt den
Tierschutz, Seite 10
Besonders glücklich sind wir auch über das Titelfoto! Zwei sehr aktive Schüler der
SCHÜLER FÜR TIERE - Köln schmücken, natürlich mit einem Tier, das Titelbild.
Wenn die Schule ihren Bildungsauftrag ernst nimmt, dann muss sie die Kinder und
Jugendlichen auf ein Leben in der Welt von morgen vorbereiten. Hintergrundwissen
ist dazu ebenso nötig wie die Vermittlung von Kompetenzen, um die vielfältigen
Probleme der Zukunft in angemessener Weise bewältigen zu können. Nicht nur um der
Tiere, sondern auch um der Menschen willen, ist es notwendig, die Mensch-Tier-Beziehung
auf der Grundlage von Werten wie Humanität und Achtung neu zu gestalten. Denn gerade in
der Mensch-Tier-Beziehung entwickeln sich bei Kindern und Jugendlichen Grundmuster, die
auf die mitmenschlichen Beziehungen übertragen werden.
Uns war natürlich schon lange bewusst, dass Tierschutz viele soziale Kompetenzen wie z.B.
Respekt, Mitgefühl, Achtung, Toleranz und Selbstwertgefühl fördert und so zur Gewaltprävention
beiträgt, aber, dass er jetzt einem so breiten Publikum als eine Form des sozialen Lernens
nahe gebracht wird, macht Hoffnung. Hoffnung, dass wir jetzt auch endlich von vielen anderen
Schulen, Lehrern und Eltern Unterstützung für unser Anliegen bekommen. Außerdem haben wir
es jetzt amtlich vom Schulministerium: Unser Ziel, den Tierschutzgedanken in die Schulen zu
tragen kann nicht mehr abgetan werden als eine "spinnerte" Angelegenheit von naiven,
blauäugigen Weltverbesserern. Das macht Mut für die Zukunft und ist für uns (aufgrund
unserer nicht immer so schönen Erfahrungen) unser Sommermärchen 2010..........
Hier der ganze Artikel
www.schulministerium.de
hier der Artikel als pdf
Juni 2010 - "Wir tragen schwarz,
solange das Öl fließt!"
Im Golf von Mexiko droht eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten.
Stan Minasian, Experte der Ozean-Gesellschaft in San Francisco:
„Das ist ein Desaster jenseits jeden Ausmaßes,
das ich je erlebt habe.“
Mit dieser Aktion möchten wir ein Zeichen setzen! Dieses Zeichen soll unsere Verzweiflung
und Trauer über diese verheerende Mitweltkatastrophe sichtbar machen und als Mahnung gelten.
Als Mahnung dafür, dass unser vernichtender Umgang mit Mensch, Tier und Natur ein Ende haben muss.
Tragt jeden Tag eine schwarze Schleife,
solange das Öl fließt.
Ihr könnt sie am Handgelenk, am Finger, am Knöchel, um den Hals - überall dort,
wo man sie gut sieht - tragen.
Außerdem könnt ihr zusätzlich eine schwarze Schleife an der Antenne eures Autos,
am Fahrrad, am Rucksack usw. befestigen.
Seid kreativ!
Wenn es zur Fußballweltmeisterschaft so viele Menschen schaffen - nur für ein Spiel -
Fahnen überall sichtbar zu machen, dann wird es uns erst recht gelingen, eine Welle in
SCHWARZ um die Erde zu schicken.
Bitte helft alle, diese Aktion zu verbreiten und macht mit!!!
Eine Gemeinschaftsaktion von:
SCHÜLER FÜR TIERE
Bildungsinitiative ACHTUNG MITWELT
Initiative SCHULE UND TIERSCHUTZ
19. Juni 2010 - Der Preis der schwarzen Schleife -
ein Kommentar von Pfarrer Harald Rohr
Eine schwarze Schleife soll ich an meiner Kleidung, meiner Auto-Antenne,
an meinem Rucksack oder sonstwo befestigen. Sie soll dort bleiben,
solange im Golf von Mexiko weiter das Öl aus dem offenen Bohrloch
strömt und der Meeres-Tierwelt den Tod bringt.
Es sind Schülerinnen und Schüler einer Jugend-Tierschutz-Gruppe,
die diese Idee im Juni 2010 elektronisch verbreiten.
Ich kennen niemanden aus der Gruppe, weiß nicht einmal,
wo in Deutschland sie Hause ist. Aber ich werde ihrem Wunsch entsprechen.
Denn dies Desaster sucht wirklich seinesgleichen unter den von Menschen gemachten Katastrophen.
Doch für mich noch wichtiger: wir Alten haben die Pflicht, der jungen Generation
den Rücken zu stärken, wenn sie aktiv wird, um der gepeinigten Schöpfung zu Hilfe zu eilen.
Wohin mit meiner Schleife?
Ich überlege noch. Der Grundton meiner Kleidung ist schwarz.
Da fehlt der Kontrast. Auto? Das läge wahrlich nahe. Aber ich habe keins. Schon seit vielen
Jahren nicht mehr, trotz Reiseberuf. Mein Rucksack ist schwarz wie die Nacht.
Schwarze Schleife am Handgelenk? Ich weiß nicht! Also ist wohl mein Fahrrad dran.
Das kommt reichlich unter die Leute. Und vielleicht fragt ja mal jemand, was das soll.
Mir bleiben bedrückende Fragen. Sie wenden sich weniger an die jungen Leute,
sondern an uns alle, die globale Gesellschaft der Erdöl-Junkies. „..solange das Öl fließt“
soll ich die Schleife tragen? Wenn es nun in den Wochen und Monaten des Sommers und
Herbstes 2010 irgendwann gelingen sollte, das nach strömende Öl zu stoppen, ist dann Entwarnung?
Das Leiden und Sterben der Lebensgemeinschaft von Golf und Küsten wird über Jahre, wenn nicht
Jahrzehnte andauern. Das wissen wir doch.
Vor allem: für Erwachsene gibt es die schwarze Protest-Schleife nicht zum Nulltarif.
Junge Leute haben das Recht, zunächst einmal gegen den erkannten Frevel nur zu protestieren.
Aber wer Ursachen und Wirkungen im Leben, in diesem Fall im Wirtschafts- und
Verbraucherleben ausreichend kennen gelernt hat, wird sich nicht mit der ökologischen
Trauerschleife begnügen dürfen.
Schließlich akzeptieren Konzerne und Regierungen die Horror-Risiken der Offshore-Ölförderung,
weil sie Lebensstil und Ansprüche des zahlungskräftigen Teils der Menschheit kennen.
Wir gehören dazu, selbst unsere Armen. Von unserer Luxus-Mobilität bis zur banalen
Wegwerf-Verpackung zehntausender Produkte: das meiste Wichtige, Nützliche, Bequeme,
Überflüssige, Ungerechte, Schädliche hat mit Öl zu tun.
Wenn ich mir die schwarze Schleife ans Fahrrad binde, muss ich notgedrungen meinen
eigenen Öl-Alltag abermals überprüfen.
von Harald Rohr
"Artikeldienst Brot für die Welt"
Herchenbach - Stiftung und Volksbank
unterstützen "Achtung Mitwelt"
Bei der Scheckübergabe vor der Volksbank auf dem Stadtsoldatenplatz (v.l.n.r.)
Mike Schätzer, Regina Kowalzick, Anna und Jürgen Herchenbach sowie Thorsten Peters.
Foto: Müller
Hennefer Extrablatt vom 10. April 2010
Hennef (am). Die vor drei Jahren begründete Herchenbach-Stiftung sieht im Schwerpunkt
ihrer Förderungen die Wissenschaft, die Entwicklungshilfe und den Tierschutz.
"Da wir kinderlos geblieben sind, ist die Stiftung unser Erbe", so Anna und Jürgen Herchenbach
bei einer Spendenübergabe in der Hennefer Volksbankfiliale am Stadtsoldatenplatz.
Das Allner Ehepaar engagiert sich schon lange ehrenamtlich im Tierschutz. Dabei geht es ihnen
vor allem darum, dass das Thema "Mensch-Tier-Natur" endlich umfassend in schulische Lehrpläne
integriert wird. Es muss frühestmöglich die Kinder und Jugendlichen erreichen und von Pädagogen
vermittelt werden, die diese große globale Problematik verstehen und an deren Lösung mitarbeiten
wollen.
"Es kann nicht sein", so Anna Herchenbach, "dass es solche Fortbildungen schon in der Schweiz
und in Österreich gibt, nur bei uns in Deutschland nicht". Sie wurde aber fündig in der von
Regina Kowalzick in Bergisch Gladbach mit gegründeten "ACHTUNG MITWELT". Diese Bildungsinitiative
spricht, in Kooperation mit dem Verein "Schüler für Tiere", Pädagogen aber auch alle anderen an,
die diese wichtige Thematik Kindern und Jugendlichen weiter vermitteln möchten. Ende diesen Monats
beginnt bereits das erste Einführungsseminar. Weitere Informationen sind der Homepage der Initiative
zu entnehmen (www.achtung-mitwelt.de).
In den Bereichen, in denen die Herchenbach-Stiftung ihre Schwerpunkte setzt, sind auch übereinstimmend
für Regionaldirektor Thorsten Peters und Mike Schätzer von der Volksbank Rhein-Sieg Bildungsangebote
und der nachhaltige Schutz von Mensch, Tier und Umwelt von besonderer Bedeutung. Deshalb übergaben
Volksbank und Herchenbach-Stiftung in Gemeinsamkeit der Initiative ACHTUNG MITWELT einen Scheck über
3000 Euro. Beide in der Hoffnung, dass der durch die Initiative auch in Deutschland gesetzte Anfang
für die Aufnahme von "Mensch-Tier-Natur" in den Lehrplänen eine gute weitere Entwicklung nimmt.
Weitere Informationen unter
www.schueler-fuer-tiere.de
www.schule-und-tierschutz.de